Best Practices: Wiki-Beispiele in der Praxis
Enterprise 2.0:
Nicht nur ein Trend
Der Trend ist nicht aufzuhalten
Der Einsatz von Wikis verändert weltweit die Art und Weise, wie in Unternehmen zusammengearbeitet wird. So unterschiedliche Firmen wie beispielsweise Sony, Xerox, Disney und Microsoft arbeiten schon seit Jahren erfolgreich mit entsprechenden Lösungen.
Die Liste an Unternehmen, die ein Wiki nutzen, wird immer länger
Nachfolgend wird eine Auswahl an beispielhaften Unternehmen gegeben, die jeweils ein Wiki in ihrem Unternehmen erfolgreich einsetzen.
Dabei handelt es sich nicht ausschließlich um das, von EsPresto angebotene Wiki. Diese Auflistung dient lediglich als Beispiel für den erfolgreichen Einsatz von Wikis in Unternehmen. Für detailliertere Informationen folgen Sie bitte den Quellenangaben.
Revolutioniertes Wissensmanagement bei der Synaxon AG
Erfolg im zweiten Anflug: Das Fraport Sky Wiki
Transparenz und Einfachheit im Wiki der BBC
Von Deutschland in die Welt: IBM Bluepedia
Revolutioniertes Wissensmanagement bei der Synaxon AG
Die deutsche Synaxon AG gilt als größte IT-Verbundgruppe Europas. Sie bietet Franchise-Lizenzen für Computerhändler an. Das 1991 gegründete Unternehmen mit Sitz in Bielefeld beschäftigt rund 130 Mitarbeiter an den Standorten Bielefeld und Warrington (UK).
Das Synaxon-Wiki ist Paradebeispiel für eine erfolgreiche Wiki-Implementierung
Gesammelt werden im Wiki Best-Practice-Beispiele und Informationen zu Vertragspartnern, Verträgen und freien Stellen. Dabei wird besonderer Wert auf Transparenz gelegt: Nur etwa fünf Prozent der Informationen sind nicht für alle Mitarbeiter sichtbar, dazu zählen Gehaltsinformationen und ausgefüllte Mitarbeiterbewertungsbögen. Teilweise läuft sogar die Kommunikation mit Partnern und Kunden über das Wiki.
Positive Zwischenbilanz
Das Wiki wurde im Oktober 2006 eingeführt – Anfang 2009 umfasste es bereits knapp 25.000 Seiten. In seinem Blogeintrag vom 2. Januar 2009 stellt Vorstandssprecher Frank Roeber zufrieden fest: „Das Wiki ist das zentrale Informations-und Arbeitsinstrument der SYNAXON.“ Seine vorläufige Bilanz fällt durchweg positiv aus: „Die wichtigsten Effekte des Wikis:
- Der Informationsstand aller Mitarbeiter ist viel besser als vorher
- Die wesentlichen Unternehmensdokumente sind immer aktuell
- Führungskräfte sind von unsinnigen Entscheidungen befreit, die heute an der Stelle getroffen werden, wo die Fachkompetenz sitzt
- Die Produktion von Wissen und Innovation hat sich von der klassischen Hierarchie abgelöst. Es sind viel mehr Mitarbeiter als vorher an der Produktion und Innovation beteiligt."
Erfolg im zweiten Anflug: Das Fraport Sky Wiki
Die Fraport AG ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie betreibt den Flughafen Frankfurt am Main sowie den Flughafen Frankfurt-Hahn und beschäftigt etwa 20.000 Mitarbeiter.
Die Fraport AG setzt das Wiki vornehmlich als Wissensmanagement-System ein. Die Einführung des Systems stand zunächst nicht unter einem guten Stern. Aufgrund der mangelnden Akzeptanz im Kreise der Mitarbeiter wurde das Projekt nach zwei Monaten vorerst abgebrochen. Dann hieß es: „Alles auf Anfang!“: Bei der Implementierung eines neuen Systems hat man konsequent aus den Fehlern des ersten Versuchs gelernt. In den Vordergrund der Bemühungen traten ein ansprechendes, freundliches Design, aktive Anwenderunterstützung und gute Kommunikation.
Zunächst war ein kleines Team damit beschäftigt, mit ca. 500 Seiten einen Grundstock an Informationen zu legen. Mit diesem Grundstock an Artikeln, einem ausführlichen Hilfesystem mit einem freundlichen Wikinger-Pärchen als Symbolfigur und einer ersten Struktur ging das „Fraport-Skywiki“ im Juli 2007 erneut online.
Nach einem Jahr konnte man bereits davon sprechen, dass der Relaunch ein voller Erfolg war. Das Skywiki ergänzt mit mehr als 1.200 Artikeln von über 100 Autoren das bestehende Intranet. 180.000 mal wurde in diesem Zeitraum auf das Wiki zugegriffen.
Keine Chance dem Querulanten: Das Wiki fördert die Unternehmenskultur
Das Wiki-Prinzip hilft insbesondere, die Unternehmenskultur zu fördern. Querulanten und Besserwisser, die sich gerne an Fehlern anderer laben, haben hier keine Chance: "Denn sie können stattdessen jederzeit einen Artikel ändern oder gar die Löschung beantragen – oder aber schweigen“ berichtet Wieland Stützel, Wissens-Manager bei der Fraport AG.
Quelle: http://www.computerwoche.de/job_karriere/personal_management/1868054/
Transparenz und Einfachheit im Wiki der BBC
Die britische Rundfunkanstalt BBC hat bereits im Jahr 2004 ein unternehmensinternes Wiki für seine etwa 17.000 Mitarbeiter eingeführt. Sechs Monate nach Einführung berichtet Euan Semple vom BBC DigiLab von den ersten Erfahrungen: „Das wächst unglaublich schnell. Man findet dort inzwischen enorm viele Projektunterlagen, Einsatzpläne oder Brainstorming-Notizen.“ Vorher hatte der Sender eine komplizierte interne Webstruktur im Einsatz, die nach Aussage von Semple „fast niemand genutzt hat“. Die Wikiseiten hingegen seien schon nach zwei Tagen äußerst beliebt gewesen: „Die Leute fühlen sich wohl mit diesen kleinen Programmen.“
Vielleicht überraschend ist seine Beobachtung zur Nutzerstruktur: Vor allem die, mit der Erstellung von formellen Dokumenten, Richtlinien und Anleitungen befassten Mitarbeiter interessierten sich für das Wiki.
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Les-Blogs-Soziale-Software-Firmen-Wikis-und-bezahlte-Blogger-156241.html
Von Deutschland in die Welt: IBM Bluepedia
IBM ist eines der weltweit führenden Unternehmen für Hardware, Software und Dienstleistungen im IT-Bereich sowie eines der größten Beratungsunternehmen. Aktuell beschäftigt das Unternehmen weltweit mehr als 380.000, in Deutschland etwa 21.000 Mitarbeiter. Das „Bluepedia“ genannte IBM-Wiki, zunächst in Deutschland aus der Taufe gehoben, wird aufgrund der hohen Akzeptanz nach und nach auch weltweit eingeführt. Genutzt wird Bluepedia vor allem vor allem als interne Wissensdatenbank für Mitarbeiter: es finden sich Kundenhistorien, Abkürzungen, wichtige IBM-Prozesse, etc.
Nachvollziehbare Beweggründe für die Einführung eines Wikis
Gunter Dueck, IBM Distinguished Engineer, initiierte das Projekt. Den Auslöser war die folgende Erkenntnis: „Die meiste Zeit wird in einem sogenannten effizienten Unternehmen dadurch verschwendet, dass man irgendeinen Fitzel von etwas Wichtigem nicht weiß. Dann ruft man Leute an. Die sind aber in einem effizienten Unternehmen nicht am Handy, weil sie arbeiten. Und wenn sie dran sind, haben sie keine Zeit, weil sie effizient eingesetzt sind. Was ich sehe, liebe Leute, ist, dass sich Leute in effizienten Unternehmen ihr Wissen heute allein suchen müssen.“
Schreiben, bis es gut ist
Den Vorteil von Wiki-Lösungen für die Sammlung von Firmenwissen fasst Professor Dueck wie folgt zusammen: „Man kann Artikel nach und nach schreiben, bis sie irgendwann einmal gut sind.“
Quelle: http://blog.juergen-luebeck.de/archives/1125-Bluepedia.html
